Die Altmühl - Flußbeschreibung ("Waschlabbe"-Tour vom 7. - 11.5.1997 - Ergänzungen vom Familienwochenende 19.-21.6.98 - Ergänzungen von Familienwochenende 17.-20.8.2001)

(kursiver Text aus Wanderführer für Bayern 8. Aufl. von 1991 hrsgg. vom DKV)

Die Altmühl entspringt am Hornauer Weiher bei Rothenburg ob der Tauber. Sie ist in ihrem Oberlauf (bis Treuchtlingen) ein in einem breiten Tal gemächlich fließender Wiesenfluß, dem man nachsagt, er wäre der langsamst fließende Fluß Bayerns. Diese Einschätzung ist in ihrer Aussage sehr relativ und erwies sich bei unserer Tour für Canadier als nicht hemmend. Bei vorangegangenen Regenfällen und ausreichend Wasser hatten wir Anfang Mai gute Strömung. Im August 2001 recht niedriges Wasser, was vor allem auch dem Auffüllen der fränkischen Seen zuzuschreiben ist. Man scheint den Stand trotz Regenfällen gerade so zu halten, daß Paddler und Angler zu ihrem Recht kommen. Unterhalb Treuchtlingen  verläuft die Altmühl im Bereich des Fränkischen Jura in einem schmalen Tal mit malerischen Felsformationen und romantischer Schönheit. Die Strömung ist in diesem Bereich gut. Mehrere Wehre können gut umtragen werden. Insgesamt gesehen ist die Altmühl ein empfehlenswerter Fluß für eine gemächliche Wanderfahrt. Man sollte sich dabei Zeit für die Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten nehmen.

Im Oberlauf der Altmühl wurde oberhalb von Gunzenhausen der Altmühlsee als Ausgleichsbecken und Erholungsgebiet angelegt (Wasserfläche 444 ha, Inselfläche 120 ha, Stauraum 13,5 Mio cbm, Wassertiefe 1,5 - 3,5m) Freizeiteinrichtungen sind in Schlungenhof, Muhr am See, Wald, Streudorf, Unterwurmbach, Ornbau und Mörsach. Die Flachwasserzone und die Inselzone im Altmühlsee dürfen nicht befahren werden (Schutzzone I). Die Durchfahrt im Altmühlverlauf in Ufernähe ist gestattet.

Im Unterlauf der Altmühl entsteht zwischen Dietfurt und der Mündung in die Donau der Rhein-Main-Donau-Kanal. Von einer Weiterfahrt ist hier abzuraten. Als Aussetzpunkt empfiehlt sich Töging (km 34).

Befahrbarkeit: ganzjährig mit Zweiern, im Sommer streckenweise verkrautet. Auch bei gutem Wasserstand viele flache Stellen.

Zeltmöglichkeit: Die Altmühl durchfließt das Landschaftsschutzgebiet "Naturpark Altmühltal", einige Teile sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Zelten ist grundsätzlich nur an den dafür ausgewiesenen Stellen gestattet. Von denen gibt es allerdings soviele, daß man überhaupt nicht über ein Zelten an nicht ausgewiesener Stelle nachdenken sollte. Im übrigen fanden wir die Zeltplätze in einem lobenswerten und erstaunlich guten Zustand (mobile Toiletten, Feuerstelle, teilweise Schutzhütte, Abfalltrennbehälter) vor. Jeder Wanderfahrer sollte sich bemühen, daß dieses Engagement nicht wegen grober Mißachtung irgendwann eingestellt wird. Seit Sommer 2001 wird für die Zeltplätze kassiert. In der Regel kommt abends ab 18h ein kommunaler Beauftragter, der oft auch anbietet, am nächsten Morgen Brötchen zu bringen.

Auf der Altmühl, wie auf allen anderen Flüssen gilt, daß Kanufahrer auf die zahlreichen Angler Rücksicht nehmen sollten, d.h. möglichst bei Annäherung auf die andere Flußseite wechseln und nicht durch übertriebene Paddelschläge und Lärmentwicklung zum Ärgernis werden. Im Gegenzug werden die Angler den Kanufahrern zukünftig sicher mit durchgängiger Freundlichkeit begegnen und nicht, wie es uns am Campingplatz Kratzmühle widerfahren ist, die Angelruten mitten in der Bootstreppe auswerfen, und damit förmlich das unbeabsichtigte Überfahren der Angelschnur zu provozieren und mit unflätigen Worten und Gesten darüber zu lamentieren. Dieser Petrijünger war allerdings die Ausnahme; auch wenn sich seine (korrekt angelnden) umstehenden Fischereifreunde aus dem Streit heraushielten, konnte man ihnen doch anmerken, daß auch sie sein Verhalten nicht guthiessen.

Streckenverlauf (* = Sehenswürdigkeit, S1 = leicht, S2 = schwer, S3 = sehr schwer):

190 Str.-Brücke, l Neunstetten, mögliche ES
188 Str.-Brücke A6
185,6 Mühlenbrücke (Mühlbruck), r
184,9 Str.-Brücke, r Stegbruck
183,2 Einfahrt Flußarm
183,1 Str.-Brücke, l Herrieden, * St. Veit
182,6 Zufluß Flußarm
ab hier ruhige Fahrt durch ein breites Tal
179,7 Str.-Brücke
177,7 Str.-Brücke, r Thann
175,7 Einfahrt Flußarm
174,3 Zufluß Flußarm
173,8 Str.-Brücke, r Großenried, 1600m nördlich das romantische Wasserschloß Sommersdorf
170,9 Str.-Brücke, r Mörlach
169,7 Str.-Brücke, l Oberndorf
167,4 r Zufluß Wieseth, danach neue Str.-Brücke vor Ornbau, Wehr
nach Brücke Abzweigung des Stichkanals zum Altmühlsee, entweder Weiterfahrt auf dem Stichkanal und durch den Altmühlsee (l in Ufernähe) bis zur Staumauer bei Gunzenhausen und Überheben in die Altmühl oder Weiterfahrt auf der Altmühl nach Beschreibung
167,1 Str.-Brücke, Einsatzstelle nach Wehr
166,7 alte Str.-Brücke von Ornbau (alte Steinbrücke), l Ornbau, * Stadtmauer mit Türmen
163 Str.-Brücke
161,5 Düker unter Stichgraben (Nesselbach), umsetzen über Stichgraben
160,6 Str.-Brücke, l Muhr am See
Die Altmühl verläuft danach nordöstlich des Sees entlang der Stadtmauer im alten Flußbett. Bei unzureichendem Wasserstand ist Umsetzen in See möglich.
155,6 Düker unter Stichgraben (Verbindung Altmühlsee - Brombachsee), Umsetzen über Stichgraben
155,4 Str.-Brücke B 466
154,7 Eisenbahn-Brücke
154,4 Str.-Brücke, l Gunzenhausen, einst römisches Castell, 823 fränkisches Reichskloster, * gotisches Stadtkirche, Heimatmuseum mit prähistorischen Funden. Halbautomatisches Klappenwehr, r umsetzen S1 (Treppen)
Einsatzstelle am Volksfestplatz r unterhalb des Wehres.
Campingplatz an der Stadthalle (100 m)
154 - 130 Gunzenhausen - Treuchtlingen: weniger zu empfehlender Teilabschnitt, da fast nur begradigte Strecke
152,8 Str.-Brücke, r Aha
149,6 l Unterasbach, l am Hang Kirche St. Michael
149 Str.-Brücke (Unterasbach-Windsfeld)
147,4 Str.-Brücke
144,6 Str.-Brücke, l Gundelsheim
143,1 Str.-Brücke, r Ehlheim
141 Str.-Brücke Römerstraße
139,8 Str.-Brücke, l Trommetsheim
138,2 Str.-Brücke
137,2 l Lengenfeld
134,9 Str.-Brücke, l Bubenheim, danach l einfacher Zeltplatz
132,2 Eisenbahn-Brücke
132,1 Str.-Brücke, 1200 m Graben mit Karlsgraben (Fossa Karolina) erbaut 793
131,8 l Blick auf Nagelberg mit Heldenfriedhof, dahinter Naturlehrpfad und Freizeitgelände
130,7 Wiesenwehr, immer überfahrbar
130,3 1. Str.-Brücke Treuchtlingen
130,2 l Thermal- und Wellenbad Treuchtlingen
130,1 Neues Wehr, unfahrbar, r umsetzen
130 2. Str.-Brücke Treuchtlingen
129,8 Gefällstufe, besichtigen, evtl. überfahrbar, sonst r umsetzen anschließend Holz-Steg, r unterhalb beste Einsatzstelle in Treuchtlingen (Parkplatz Volksfestplatz an der Stadthalle), kein Zeltplatz. Hier auch der Bauhof, wo Albot Bootsverleih (FON: +49 (09142) 6490) die Bootsübergabe macht. Der Tarif 2001 war für 3er Canadier je 45,00 DEM/Tag. Hier haben wir uns zu insgesamt 8 Personen (4 Erw./4 Kinder) Freitags früh getroffen. Die Frauen wollten Rad fahren und fuhren jeweils zum vereinbarten Zeltplatz, was sich für die Gesamtlogistik als sehr zuträglich erwies. Der Rücktransport wurde sofort von uns übernommen und dafür 4 Spanngurte mitgenommen, so daß wir in unserer Zielwahl komplett unabhängig waren.
129,2 r Zufluß Möhrenbach, davor Zeltplatz mit fester, sehr sauberer sanitärer Anlage. Verwalter Herr Bickel sen., 2,-- pro Person und Zelt (1998), Tel.-Nr. an der Zufahrt zum Zeltplatz.

Hier haben wir uns mit sechs Männern am 7.5. abends getroffen und die ersten Zelte für dieses Jahr auf dem teilweise schon sorgfältig gemähten Gras errichtet. In der Nacht sanken die Temperaturen auf für diese Jahreszeit ungewöhnliche 0 Grad Celsius ab, was zu einem allgemeinen fröstelnden Aufstehen kurz nach sechs Uhr und einem sensationellen Sonnenaufgang mit Frühnebeln und dampfendem Fluß führte. Es war so oder so ein beeindruckendes Erlebnis.
Die Boote lieferte uns pünktlich und zuverlässig Robert Bickel vom Bootsverleih Albot mit je einer großen und einer kleinen Tonne (Tel. 09142-6490). Wir zahlten je Boot inkl. Rückholung der Boote von Kottingwörth DM 160,-- über alle vier Tage.

127,9 l Zufluß Schambach
127,7 Str.-Brücke B2, r Dietfurt, r Einsatz-/Aussatzstelle mit Treppe und Parkplatz
126,6 Eisenbahnbrücke
125,2 Eisenbahnbrücke
123,4 Steg
122,5 l Campingplatz, anschließend Wehr, l umsetzen durch altes Flußbad, Bootsrastplatz, danach r Zufluß Mühlbach, Schußwasser vom EW/Mühle
122,1 Str.-Brücke, Pappenheim, Luftkurort, * Burgruine des Grafen von Pappenheim (Reichserbmarschall Gottfried Heinrich geb.)
121,3 Steg
120,6 Str.-Brücke
118,8 Wehr Zimmern, r umsetzen, evtl. fahrbar, r Bootsrastplatz, l Gastwirtschaft "Röttler" sehr paddlerfreundlich
118,2 Eisenbahn-Brücke
116,5 Eisenbahn-Brücke
115 l Bootsfahrer-Zeltplatz im alten Flußbad Solnhofen, danach Steg. Dort Zufluchtmöglichkeit und WC für alle Fälle, wenn einen Gewitterschauer oder andere Unbill überkommen.
114,6 Str.-Brücke, Solnhofen, bekannt durch seine Jurasteinbrüche (Kalkschieferplatten), Solahöhle und Bürgermeister-Müller-Museum (Fossilien), 1865 Fundort des Urvogels

Gundelsheimer Marmorwerk, Solnhofer Bodenplatten-Industrie

114 Wehr Solnhofer Mühle, unfahrbar, l umsetzen
113 l Felspartie "12 Apostel"
112 Str.-Brücke Eßlingen
110,9 Eisenbahn-Brücke
108,9 Str.-Brücke Altendorf, davor r Zufluß Geilach
108,4 Wehr Hammermühle, Bootsgasse im r Drittel fahrbar, l umsetzen,  Diese Bootsrutsche ist ein Muß mit Funfaktor, besonders wenn man Kinder und Jugendliche dabei hat. Es empfiehlt sich jedoch, vorher die Boote zu entleeren und Brillen abzusetzen, damit man sich hinterher nicht fürchterlich ärgert, wenn doch einmal gekentert wird. l Zeltplatz, mit PKW anfahrbar, mobile Toiletten, Mülltrennung, 5,00 DEM/Zelt, Brötchen können beim Kassierer bestellt werden.
Dort schlugen wir erstes Lager auf (1997/2001). Wir fanden einen Zeltplatz mit Schutzhütte und großzügiger Feuerstelle vor, die wir mit Freude und reichlich in der Umgebung liegendem Sammelholz für ein einerseits wärmendes andererseits unser Grillgut bratendes Lagerfeuer nutzten. Inzwischen stieg auch die Anzahl der begleitenden Kanufahrer an, so daß es an diesem Abend regen Betrieb gab. Besonders aktiv war eine Gruppe Jugendlicher einer Berufsbildungsanstalt in Hof. Allerdings dienten diese ungewollt als Beispiel, wie die Brennholzbeschaffung nicht gestaltet werden sollte, da sie mit zwar lobenswertem aber fehlgelenktem Elan ausschwärmten, um mit einem Beil Jungbäume zu schlagen. Das trug ihnen den berechtigten Zorn des gegenüber wohnenden Landbesitzers und ein wegen des frischen Holzes ziemlich qualmendes Feuer ein.
Am nächsten Morgen hatten wir nochmals mit den Temperaturen um den Gefrierpunkt mit ähnlich atemberaubendem Naturanblick zu tun, konnten aber dank eines noch von der Nacht glühenden Wurzelstrunkes schnell das Feuer wieder in den wärmenden Gang bringen.
Da zu einem guten Frühstück Brötchen gehören, machten wir uns auf den Weg nach Altendorf (das muß seit 2001 nicht mehr sein, s.o.). Dort gibt es keinen Lebensmitteladen, so daß der Fußmarsch bis nach Möhrsheim ausgedehnt werden muß, wo mitten im Ort ein gut sortierter EDEKA-Markt alles bietet, was das Kanufahrerherz höher schlägen läßt. Die Wegstrecke beträgt einfach etwa 3 km.
104,7 Wehr Hagenacker, l umsetzen oder Bootsgasse Mitte fahrbar, l Zeltplatz. Diese Bootsrutsche ist ebenfalls ein Muß mit Funfaktor.
104,5 Str.-Brücke Eisenhammer
102,7 Eisenbahn-Brücke; etwa hier schöpfte eine Besatzung irgendetwas: entweder Verdacht oder alle Möglichkeiten oder das Boot aus.
102,3 Str.-Brücke, Dollnstein, mittelalterlicher Mauerring, vorher l Aussetzstelle, nach 100 m r Campingplatz
99,7 Wehr Bubenrother Mühle, unfahrbar, l umsetzen
98,9 Str.-Brücke, r Breitenfurt, r nach Bad Campingplatz mit Gastwirtschaft

Zeltplatz nur für Zelte und kleine Wohnmobile, sehr paddlerfreundlich. Anschrift: Zeltplatz Hell, Schulstr. 13, 91795 Dollnstein-Breitenfurt, Tel. 08422-567.

Kinderspielplatz. Basislager für das Familienwochenende 98 mit ca. 70 Personen. 8 Boote hatten wir erneut von Albot und 12 bei Otto Rehm in Dollnstein, FON 08422-278 bestellt. Da bei einer solch großen Personenanzahl, von denen der Großteil von weit her, quer durch die Republik anreisen mußte, eine ordentliche Verpflegung wichtig ist, haben wir uns einen Partygrill mit Gasflasche, Grillfleisch und für den Samstagabend fertiges Spanferkel bestellt (Metzgerei Schneider, Eichstätt, FON 08421-3081); für die Getränke und 10 Biergarnituren sorgt die Hofmühl Brauerei, Herr Stefan Emslander in Eichstätt (FON 08421-9808-22). Der Zeltplatz ist mit zahlreichen nah umliegenden Veranstaltungsvarianten gesegnet: Fußballplatz, Freibad, Höhle und Klettersteig in fußläufiger Entfernung und natürlich der Möglichkeit von dort zu paddeln, wandern oder zu radeln.

97,5 l Attenbrunnmühle, Steg
96,4 Str.-Brücke
94,2 l Obereichstätt, Steg

Von hier mußten wir für einen von uns ein Taxi nach Eichstätt ordern, da er auf Grund nicht abzustellender Stirnhöhlenschmerzen ein Fall für den HNO-Arzt war. Der konnte ihm zwar nicht direkt helfen, aber mit einer gezielten Medikation das Leiden lindern.

93,7 Str.-Brücke
91 Str.-Brücke, Wasserzell, r davor Zeltplatz vorher beim Gasthaus "Hirsch" fragen, sehr paddlerfreundlich, 800 m zur Eisenbahn-Station. In 2001 waren zwar noch die Spuren des Zeltplatzes zu sehen, aber wie wir von dort Zeltenden erfahren konnten, wurden sie am Morgen streng ermahnt, daß dies kein Zeltplatz mehr sei.
89,6 Wehr Rebdorf, unfahrbar, r umsetzen (100 m)
89,4 Steg, l Eichstätt-Rebdorf
88,6 Steg, r Eisenbahn-Station Hofmühle
87,6 Str.-Brücke
86,8 Str.-Brücke, danach Wehr, unfahrbar, r umsetzen, dahinter r Parkplatz
86,5 Steg
86 Steg
85,8 Str.-Brücke (alte Steinbrücke)

Eichstätt, alte Bischofsstadt, Universität, kultureller Mittelpunkt des Tals. Herrlicher Blick von "Schönblick" aus über Eichstätt und das Altmühltal. * Dom, Willibaldsburg

Unter der Str.-Brücke r umsetzen. Von der Umsetzstelle (Schutzhütte) Einkaufsmöglichkeit im LIDL-Supermarkt (über Eisenbahn) und für evtl. fehlende Campingartikel im BayWa-Laden. Freibad nach 200 m l. 

85,2 Steg. Davor Ruderbootsverleih rechts mit Gartenwirtschaft. Nach der Gartenwirtschaft kommt nach einiger Zeit links das Residenz-Cafe und danach ein Biergarten. Dort kann man sehr gut sitzen und vor allem aus dem Vorderhaus sensationellen Döner holen und verspeisen.
85 l Abzweigung Mühlkanal, nicht einfahren!
84,9 Wehr Aumühle, unfahrbar, l umsetzen Einsatzstelle
84,8 Str.-Brücke
84,2 l Rastplatz und Zeltplatz, gute Einsatzstelle (Parkplatz Volksfestplatz)
84,1 Str.-Brücke
81 Str.-Brücke, r Plietenfeld, l Landershofen
78,6 Str.-Brücke (Eichstätt-Pfünz)
78,4 Str.-Brücke (mittelalterliche Stein-Brücke) r Pfünz, l Rastplatz * Römerkastell auf dem Kirchberg, Sommerschloß der Fürstbischöfe
77,7 Almosmühle mit Karstquelle
77 Str.-Brücke, l Inching, Gasthaus "Fischerwirt" , r davor Zeltplatz, mobile Toiletten, Mülltrennung

Nach einem überwiegend verregneten anstrengenden Tag schlugen wir hier Lager auf, was allerdings durch böige Winde in der entscheidenden Aufbau-Phase nicht unerheblich behindert wurde. Gewagte zeltarchitektonische Konstruktionen sicherten uns danach den Verzehr des Abendbrotes im Trockenen. Danach ließen wir uns noch gerne an den Stammtisch vom Fischerwirt bitten, an dem sich offensichtlich nur Petrijünger (die von der positiven Sorte) aufhielten, da es mit der Wahrheit augenzwinkernd nicht so genau genommen wurde. Besonders nett war, daß die Wirtin von uns für den am nächsten Morgen um 6.30h avisierten Bäckerwagen eine Brötchenbestellung entgegennahm und auch zuverlässig ausführte. Der immerwährende Dank der Frühstückscrew gehörte ihr. Außerdem konnten wir, ebenfalls am nächsten Morgen, uneigennützige Sportkameradschaft erleben, als unsere Gaskartusche in der entscheidenden Phase der Kaffeewasserzubereitung auf Füllstand Null sank und wir durch eine selbstlose Spende einer Bad Homburger Kanutruppe nahtlos mit einer neuen Kartusche weiterkochen konnten.

75,7 Brunnmühle
74,3 Wehr Walting, unfahrbar, l umsetzen. Auch als AS bestens geeignet, da PKW Zufahrt möglich. Hier endete unsere 2001 Tour in einem ordentlichen Regen, als gerade die Autos bepackt und die Kinder verschafft waren und nur noch die Männer die Boote aufladen mußten.
74,1 Str.-Brücke, l Walting
71,4 Risshofen, Turmruine aus dem 13. Jahrhundert
69,8 Str.-Brücke, r Pfalzpaint, danach l Naturschutzgebiet Gungoldinger Heide, r Kinderspielplatz
67,3 Str.-Brücke, Gungolding, Blick auf Ruine Arnsberg, Felspartien
67 l am Ortsende Zeltplatz (1 Nacht)
66 l Burgstall Rauenwörth
65,5 r Zufluß Schambach, Wanderwege ins Schambachtal
64,8 Str.-Brücke, r Arnsberg, Burgruine aus dem 11. Jahrhundert
62,1 Str.-Brücke, l Regelmannsbrunn
61,2 r Römerkastell (Reste)
60,6 Str.-Brücke, r Böhming, Gasthaus "Römer-Castell" paddlerfreundlich
59 r Campingplatz Azur (DKV empfohlen)
58,6 Str.-Brücke, Kipfenberg, mittelalterliche Burg, r unter Brücke gute Einsatzstelle, r davor großer Parkplatz

Auf diesem Teilstück, bis fast zur Kratzmühle testeten wir bei sonnig-windigem Wetter die Segelfähigkeit unserer drei Canadier. Wir wurden zwar belächelt, kamen aber in völlig entspannter Haltung mit vorgeheißtem Überzelt auf eine Geschwindigkeit immerhin knapp unter Paddeldurchschnitt.

57,8 Brücke
57 Str.-Brücke, l Größdorf, r Gasthaus "Zum blauen Hecht"
54,4 Str.-Brücke, l Ilbling
53,2 Str.-Brücke A9
52,3 l Kinding, l Zufluß Schwarzach mit Anlauter
52,1 Str.-Brücke
48,3 Str.-Brücke, r Unteremmendorf, Gasthaus Gebauer, paddlerfreundlich
46,3 Str.-Brücke, Wehr Kratzmühle, unfahrbar, l umsetzen, r Campingplatz, l Pfraundorf mit Freizeitsee. Gasthaus "Kratzmühle"

Hier schlugen wir unser letztes Lager auf. Der Campingplatz ist bestens versorgt. Preis je Person DM 9,--, je Zelt DM 4,--. Warme Duschen ohne Duschmarken!. Dieser Abend wurde als Abschluß mit einem sehr guten Essen in der "Kratzmühle" gekrönt (besonders zu empfehlen warm geräucherte Forelle und zur Verdauung der von uns "Gemüsesaft" getaufte Hirtenschnaps).

44,6 Str.-Brücke, l Badanhausen, r Kirchanhausen
42,8 l Campingplatz Beilngries
42,4 Str.-Brücke, l vorher Einsatzstelle, l Beilngries, * romantische Altstadt, Stadtmauer mit Türmen
42,1 l Zufluß Sulz
40,5 Str.-Brücke, l Leistung
38,7 Str.-Brücke, Kottingwörth, * Wehrkirche St. Vitus, r Aussatzstelle, Gasthof "zur Sonne" über Brücke rechts, Kinderspielplatz, Busverkehr nach Beilngries an Sonntagen 3* (morgens, mittags, abends)

Endpunkt unserer Tour. Bei gigantischen Schnitzeln und Cordon Bleu und schmackhaftem Bier im Biergarten der Sonne von einer sympathischen und trotz des bei dem herrlichen Wetter enormen Andrangs noch freundlichen Bedienung serviert ließen wir die vergangenen 4 Tage und 92 Flußkilometer Revue passieren und konnten feststellen, daß es mal wieder die schönste Tour war, die wir gemacht hatten, alles gestimmt hat. Das Altmühltal ist wie geschaffen für eine solche Unternehmung (auch ggf. mit Kindern). Nachdem der Verleiher nachmittags die Boote wieder aufgenommen hatte machten wir uns ein bißchen wehmütig auf den Heimweg (mitten in den Sonntagsstau bei Greding auf der A 9) und positiv vorausschauend stürzten wir uns gleich in die Planung der nächsten Tour.

37,7 Wehr Kottingwörther Mühle, unfahrbar, l umsetzen
36 Str.-Brücke, r Grögling
33,8 Str.-Brücke, l Töging
32,8 Beginn der Großschiffahrtsstr. Rhein-Main-Donau-Kanal (km 135,8)
0,0 Kelheim, Mündung der Altmühl/RMD-Kanal in die Donau bei km 2411,6

 

Und das waren die "Waschlabbe": Uli Henke/Karlsruhe - nicht mit auf dem Foto -, Peter Menne, Roland Kränzlein, Stefan Thiele, Timo Raymann und (auch verantwortlich für diese Seite) Dietrich Oberg, alle aus Forchheim/Oberfranken.

Weitere Informationen zum Altmühltal:

Literatur: Bootwandern auf der Altmühl - Ornbau bis Kelheim von Erhard Bendig/Walter E. Keller, 5. überarbeitete Aufl. 1994, Verlag Walter E. Keller, Treuchtlingen, ISBN 3-924828-13-X
  kanu - Wanderführer für Bayern, 8., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage 1991 mit Ergänzungen 1995, Redaktion: Gerd Burghart, DKV-Wirtschafts- und Verlags GmbH, ISBN 3-924580-30-8

Weitere Tourberichte (Segeln/Kanu):

Segeln Balearen 2000
Ägäis 2002
Ostsee 2004
Kanu Fraenkische Saale 1997
  Altmühl Erfahrungsbericht J.A. Frei (sehr gute und übersichtliche Kanuseiten !!)
  Altmühl Erfahrungsbericht Herr Nissen
  Altmühl Erfahrungsbericht Florian Wolff
  Werra